Gedanken zu der “Themen statt Köpfe” Diskussion

Piratengedanken sind Meinungen von Mitgliedern, die keine offiziellen Positionen der Piratenpartei Bergstraße darstellen.
 
Hallo liebe Leser,
ich habe mir in den letzten Tagen viele Gedanken zu der “Themen statt Köpfe” Diskussion gemacht.
Wir die  Piraten sind angetreten, Dinge in der Politik anders zu machen. Inzwischen sorgt unsere Anwesenheit dafür, dass die anderen Parteien sich ein Stück weit ändern (siehe Internetpräsenz etc.).
Soweit so gut.
 
Jedoch ist eine Partei ist weit mehr als nur das Parteiprogramm. Um gerade unsere Politik vermitteln zu können, brauchen wir Leute, die eben dies tun. So bräuchten wir z.B. eine funktionierende Führungsspitze, die sich nicht gegenseitig die Köpfe einschlägt, sondern sich auf eine gemeinsame Linie verständigen kann. Wenn man nicht einmal in seinem eigenen Laden ohne größere Streitereien einen Übereinstimmung herbeiführen kann - wie soll das dann im Parlament gelingen? 
Wie soll man sich zum Beispiel mit anderen Parteien über einen Gesetzesentwurf abstimmen, wenn man sich intern nicht einmal über so etwas Einfaches wie einen TV-Auftritt einigen kann?
Wie sollen wir schnell auf ein gerade aktuelles Thema antworten wenn wir erst darüber abstimmen müssen ob und wie wir uns hierzu äußern wollen?
 
Daher denke ich das es heute noch nicht ohne gute Köpfe geht. Jedoch sollten wir immer unsere Themen und die Basis im Focus halten. Erst wenn uns unsere Mitbürger ihr Vertrauen schenken können wir für sie und natürlich auch für uns weiter in Richtung Politik 2.0 gehen.
Sicher ginge es auch ohne Köpfe auf dem Plakat, aber es kostet Prozente. Prozente sind in dem Politikbetrieb, wie er zur Zeit funktioniert das grundlegende Mittel um in Bundes- und Landtage einzuziehen. Das müssen wir mit den Politik 1.0-Strategien machen, die das System vorgibt. Erst wenn uns dies gelingt, können wir uns an die Arbeit machen und das System verändern.
 
Ich denke wir sind uns einig, dass dies nur von “Innen” zu machen ist.
Daher lasst uns gute Kandidaten/Köpfe suchen die dann einen authentischen Landtagswahlkampf führen. Seid stark genug, Politik mit den 1.0  Mitteln anzuwenden und erweitert diese mit den uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, Ideen und eine starke solidarische Basis, die zuarbeitet und unterstützt.
Denn die Menschen werden auch eine Partei wählen, selbst wenn sie noch keine perfekte Lösung für die Eurokrise hat. 
Es gibt andere lebenswichtige Fragen, die nach vorne drängen: Rente, Kita-Ausbau, bezahlbare Mieten, Energiekosten, Energiewende etc. um nur einige zu Nennen.
 
Aufruf:  Verändern wir doch die Politik 1.0 mit ihren eigenen Mitteln um dann Schritt für Schritt unsere Ziele einer Politik 2.0 zu erreichen.